„Die kleine Verkaufsschule” (Teil 35)
Manche
Verkäufer vermitteln den Eindruck, als wäre alles Alte auch automatisch
schlecht. Sie wollen das Rad am liebsten neu erfinden, doch warum etwas
ändern, was schon gut ist?
Perfekte Kundendatenbank
Wenn ich ihnen beispielsweise sage, dass sie ihren
Kunden zum Geburtstag gratulieren, die Kundendatenbank wirklich perfekt
führen sollen und unbedingt eine gute Beziehungspflege betreiben sollen,
dann sind sie schnell genervt. Ja, diese Tipps sind nicht neu, doch
wichtig.
Sind alte Hüte auch notwendigerweise immer schlechte
Hüte? Sollten wir auf mehr Umsatz verzichten, nur um keine der alt
bewährten Verkaufstipps anwenden zu müssen?
Unsinn! Der
Plus-Minus-Abschluss belegt das eindringlich. Hier werden zum Schluss
des Verkaufsgesprächs gemeinsam mit dem Kunden noch einmal alle
Argumente aufgeschrieben, die für und gegen den Verkauf sprechen. Man
erstellt zwei Spalten: Pro und Contra.
Pro Kauf ausführlicher festhalten
Wichtig ist nun, dass die Argumente, die gegen den
Kauf sprechen, verkürzt aufgeschrieben werden, die Argumente für den
Kauf aber ausführlicher. Fallen dem Kunden keine Argumente für den Kauf
mehr ein, dann unterstützt der Verkäufer ihn, in dem er zum Beispiel
fragt: „Ist die leichte Handhabung nicht auch noch ein wichtiger Punkt
für Sie gewesen?“ und hört erst damit auf, wenn auf der Pro-Seite mehr
steht als auf der Contra-Seite.
Allein dadurch, dass das Auge
erkennt, dass offensichtlich mehr für als gegen den Kauf spricht,
schmelzen die restlichen Zweifel bereits dahin und geben häufig den
letzten Ruck zur Entscheidung.
Probieren Sie es aus, vielleicht werden Sie ja zum Fan alter Hüte…




